|
Hafen:
Das Diorama ist auf einer Grundfläche von 40 x 30 cm entstanden. Es
ist eine Hafenszene dargestellt, bei der ein Schiff gerade festmacht und dann beladen werden soll.
Die große Herausforderung war die Darstellung des Wassers. Das Schiffsmodell hat einen recht großen
Tiefgang. Dieser kann nicht vollständig mit einer Kunstwassermasse ausgefüllt werden. Die Menge wäre viel zu groß. Also habe ich eine 1,5mm starke Plexiglasplatte so zugeschnitten, dass der Schiffsrumpf
exakt hineinpasst. Die Grenzen des Dioramas unterhalb der Wasserlinie sind mit handelsüblicher Modellseefolie abgeschlossen.
Das Ganze wird dann so angebracht, dass unter dem Schiff ein Hohlraum
entsteht, der von Aussen betrachtet wie ein Aquarium wirkt. Der Meeresboden ist somit sichtbar und kann mit allerlei Schlick und Unrat versehen werden.
Die eigentliche Wasseroberfläche entstand unter
Verwendung von Kunststoffgranulat, das sich durch Erhitzen verflüssigt. Die heisse, flüssige Masse wird dann auf das Plexiglas geschüttet (nicht zu viel auf einmal, sonst werden Löcher in das Plexiglas
geschmolzen!). Das Schiffsmodell ist dabei in das Plexiglas eingesetzt, dass die Masse nicht in den Hohlraum fliessen kann. Der Schiffsrumpf wird in Alufolie eingewickelt, dass die heisse Masse den
Schiffsrumpf nicht schmilzt oder anklebt. Die Wellenstruktur der Wasseroberfläche entsteht von ganz alleine, wenn sich das Plexiglas durch die Hitze etwas verzieht. Leichte Wellen lassen sich durch
(das notwendige!) Abstützen des Plexiglas durch viele kleine Holzleisten während des Gießvorganges gezielt erzeugen.
Auf jeden Fall ist beim Umgang mit der kochend heissen Masse Vorsicht geboten,
sonst besteht Gefahr für Mensch und Modell.
Jedenfalls waren alle Beteiligten mit der Wassergestaltung am Ende zufrieden und verbrannte Finger oder versengte (und damit versenkte) Schiffe gab es auch
keine.
Ganz herzlich möchte ich mich bei den Mitwirkenden des Hafendioramas Mirko und Nicolai Wentzke bedanken, sowie bei Erich Bies, der das Schiffsmodell zur Verfügung gestellt hat.
|